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bernds kleiner online-blog!

Seit heute glaube ich auch an Außerirdische:Ufolandeplatz in Nordfriesland

wurde am letzten Samstag im Februar im Ruhrstadion geboten. Kaum taut der letzte Schneerest am Rande des Spielfeldes, trauen sich die Eichhörnchen auf den Platz. Und ja, dieses Tier ernährt sich mühsam, wie es auch Wundertrainer Herrlich erkannt hat. Ein sterbenslangweiles Spiel für das der Ausdruck “Rasenschacht” noch geschönt erscheint, denn Schach kann ja durchaus nicht uninteressant sein. Allerdings hätte so ein Spielchen nie und nimmer knapp 25.000 Zuschauer. Und das ist das eigentlich tragische an diesem Spieltag: Durch geschicktes Management lockte der VfL diese Massen bei durchaus schönem Februarwetter an die Castroper Straße und anstatt denen einen Leckerbissen zu präsentieren, nahm diese Spieltaktik des Lauerns und Mauerns, das Risiko in Kauf viele der Gelegenheitszuschauer für die nächste Zeit zu vergraulen.

Sicher die Serie hält und acht Spiele in Folge ohne Niederlage ist schon was feines, aber noch mehr Spiele ohne Herz machen auch nicht froh.
Es bleibt eine Zwickmühle in der sich der einfache Fan befindet; klar Klassenerhalt hat ohne wenn und aber Priorität, aber emotionsloser kann Kicken kaum sein.

Ich wünsch´mir in letzter Instanz für die nächsten Spiele ein bisschen mehr Mumm und weniger Eichhorn.

Auf geht´s Bochum, WAGEN und siegen!

Der renomierte Langenscheidt-Verlag versammelt jedes Jahr eine wie auch immer geartete “Jury”, die dann meist ominöse “Jugendwörter des Jahres” verkündet. Ist zwar nun schon ein paar Wochen her, aber in 2009 war es das Wort “hartzen”, das die Langenscheidter genauso schreiben und es als Ausdruck von Jugendlichen deuten, die damit rumhängen im Sinne von Hartz IV Empfängern meinen.

Nun denn, soweit die Langenscheidter. Zumindest unter den Jugendlichen im Norden ist die Deutung und Schreibweise nach Hartz IV ein Böhmischer Bahnhof. Hier harzen sie zwar auch alle, aber ohne T und schon gar nicht im Sinne von arbeitlos und Spaß dabei, sondern im Vertilgen von “Harz”-haltigen Stoffen. Harzen als Synonym fürs Kiffen und wer ein “lass´ mal harzen ” nach Langenscheidt deutet, könnte sich schnell in einer zwar auch gechillten, aber dennoch leicht illegalen Runde wiederfinden.

So ist mein Wort des Jahren 2010 “langenscheidten“, im Sinne von “das habe ich nun aber gänzlich falsch verstanden…

Für heute auch ohne Hartz und Harz ganz entspannt im Hier und Jetzt:

Bernd I

Nach langer, verletzungsbedingter Laufpause habe ich im Dezember wieder mit meinem regelmäßigen Lauftraining begonnen. Und wenn es je einen schlechteren Einstieg gab, dann diesen im “never ending schneewinter 2010″. Ich bin nur über Schnee und Eis gelaufen, ein halbes dutzend Mal richtig schön aufgeschlagen und habe auf den ersten Kilometern mehr gefroren als je zuvor.

Und doch schleicht sich jetzt schon Wehmut angesichts langsam vorausgesagter Tautemperaturen ein, denn es war großartig: Ich war meist mutterseelenallein und nicht nur am Strand von St. Peter-Ording kam Polarkreisgefühl auf, ich war Amundsen im Kampf um den Nordpol, Messner im Alleingang auf den Everest und im ständigen Streit mit den Elementen.

Winter 2010, das war mein Laufwinter und allen Nichtmitläufern sei hier versichert: Wenig begeistert mich mehr, als bei Kilometer 11 durch eine gefühlt zwei Meter hohe Schneewehe zu laufen…

In diesem Sinne: Run, Forest, Run!

laleluja…

1 Kommentar

Besoffene protestantische Bischöffinnen sind natürlich ein gefundenes Fressen für den Boulevard.  Und die agile nordfriesische “Humorszene” hatte natürlich sofort ein paar freundliche Mehrzeiler dafür gefunden. Aber es zeigt wieder einmal deutlich auf, diese unsere Gesellschaft hat ein Suchtproblem. Klar, keiner will es hören, keiner will es lesen und das Frau Käßmann eine Alkoholikerin ist, wäre sicher maßlos übertrieben. Aber Alkoholkonsum in Deutschland ist eine komplex problematische Angelegenheit:

Seit fast zweieinhalb Jahrzehnten kämpfen wir im Husumer Haus der Jugend gegen diese Problematik und sind in all´diesen Jahren immer wieder gegen Mauern gerannt. Wurden wir Ende der 80er Jahre noch an den Pranger gestellt, als wir im HdJ keinen (!) Alkohol mehr ausschenkten, hat es sich zumindest was die Jugendarbeit angeht abgemildert. Heute wäre  (zum Glück) ein Jugendzentrum in dem fröhlich gesoffen wird unvorstellbar. Aber in der Gesellschaft ist Alkohol nach wie vor fest verankert: Der erste Schnaps vom Onkel nach der Konfirmation, der Kasten Bier in der Umkleide der Jugendmannschaft und man sein  Aufschrei der durch die Stadt gehen würde, gebe es auf den alljährlichen Hafentagen keinen Tropfen Hochprozentiges zu konsumieren.

So zeigt Frau K. mit ihrem Rücktritt Größe, aber die Problematik wird sich dadurch nicht lösen lassen. Und wir Erwachsenen werden uns den Vorwurf weiter gefallen lassen müssen, das WIR es sind die die sich ins Koma saufenden Kinder sozialisieren!

In diesem Sinne: Prost!

Seit geraumer Zeit habe ich meine Fangedanken  zu meinem VfL Bochum unter der wunderbaren URL  www.platzwart.com  zu Bildschirm gebracht.

Und weil es viel Freude machte (besonders mir selbst…) nun dieser Blog mit allem was geschrieben werden muss.

Denn: wer schreibt, der bleibt.

In diesem Sinne, viel Freude beim Lesen!

Bernd

Bernd B.

vorm Bildschirm...